"Wiedensahl, platt Wiensaol, hat
seinen Namen zum Teil von dem in der Mitte des Orts befindlichen Teich,
das "Saol" genannt, so dass jemand, der Freud am Vermuten findet, sich
denken mag, die Bedeutung des Ganzen könnte vielleicht Wald-, Weiden-
oder Heiligensee sein." Wilhelm Busch über Wiedensahl (Ut oler Welt)
Das 750-jährige "Hagenhufendorf" liegt zwischen der Porta
Westfalica und dem Steinhuder Meer. Der Dorfteich befindet sich gleich
gegenüber der Kirche neben dem
Wilhelm Busch Denkmal
und dem
Alten Pfarrhaus
. Um 1200 wurden in der Stadthäger Ebene die ersten Hagenhufendörfer
angelegt. Sie bestanden aus zwei bis 25 Höfen. Die Dorfstraße zog man
parallel zum Bach, während die Häuser zwischen Beiden lagen und den
Äckern direkt vor dem Hof. Jedem Hof wurde ein Streifen bestimmter Größe
zugeteilt. Diese sogenannte Hufe war innerhalb eines Dorfes gleich
groß, variierte aber von Dorf zu Dorf. Das Hagenhufendorf
Wiedensahl hatte eine Besonderheit: Durch den breiteren Raum den die Siedler damals zur
Verfügung hatten, konnte die Straße beidseitig bebaut werden. Ein
Straßendorf entstand. Nur am südlichen Ende des Dorfes standen die
Häuser einzeilig. Im Zuge der Gebietsreform 1974 kam die jetzt
selbstständige Gemeinde
Wiedensahl mit 1000 Einwohnern zum Kreis Schaumburg und gehört der
Samtgemeinde Niedernwöhren an. Wiedensahl bietet durch seine
wild-romantische Umgebung und die bequem ausgebauten Wege sehr gute
Radwandermöglichkeiten. Überregionale Bedeutung hat der
Martinimarkt
(Wiedensahler Heiratsmarkt) ein großes Dorffestereignis am zweiten Donnerstag im November.
Weitere Informationen über Wiedensahl finden Sie auf
www.wiedensahl.de
