„Ich schicke Ihnen nun hier die Geschichte von Max und Moritz, die ich
zu Nutz und eigenem Plaisier auch gar schön in Farbe gesetzt habe, mit
der Bitte, das Ding recht freundlich in die Hand zu nehmen und hin und
wieder ein wenig zu lächeln.“ Wilhelm Busch war 32 Jahre alt, als er
die Bildergeschichte dem Verleger Casper Braun für eine einmalige
Abfindung verkaufte und kein Anrecht auf weitere Gewinnbeteiligungen
hatte. Bis heute ist die Posse in mehr als 300 Fremdsprachen und
Dialekte übertragen worden und gilt somit als das weitverbreitetste
Kinderbuch der Welt.
Besonders in Werbung und Spielzeugindustrie hat
sich das Motiv der beiden Lausbuben etabliert. Von Adventskalendern
über Kasperlepuppen, Kinderzimmerlampen, Spieluhren und andere
Skurrilitäten bis hin zu Zuckertüten: Der reichhaltige Fundus der
hauseigenen Sammlungen von Prof. Manfred Görlach (Heidelberg) und Jobst
Hinrich Wöbbeking (Beckedorf) gibt einen vielschichtigen Überblick über
die Rezeptionsgeschichte der Menschennecker und Tierquäler und ist
gleichermaßen für Jung und Alt spannend.Datum:
15.04.2009 bis 15.05.2010